These widerlegt!!!

Bitte nicht alles so ernst nehmen:-)

„Hallo“ – oder besser „alaaf“ und „helau“ an euch alle da draußen!

Dieses Jahr war es so weit. Ich musste meine dreijährige Tradition brechen und bin am Rosenmontag also nicht beim „Zoch“ in Kölle gewesen. Dafür gab’s zwei Gründe: Zum einen kann ich mir dieses Jahr auf Grund meiner Bachelorarbeit keine „obligatorische Karnevalserkältung“ leisten und zum anderen stand da eine wichtige Vorlesung inklusive Probeklausur auf dem Programm.

Was tun, wenn man nicht zum Karneval kommt? Dann holt man den Karneval eben zu sich! Am Wochenende zuvor hatte ich noch mit Freunden herumgescherzt, dass ich eigentlich am Rosenmontag mit meiner bunten Perücke in die Uni gehen müsste… Schließlich hatte ich sie mir erst – extra für Karneval in Köln – vor wenigen Wochen oder Monaten gekauft. Tja, was am Wochenende noch eher als Spaß gemeint war, wurde dann eben Realität.

Am Sonntag hab ich noch überlegt: „Soll ich, soll ich nicht?“. Dann dachte ich: „Egal, ich mach das jetzt einfach“! Ok. Die Entscheidung war gut, wie sich später herausstellen sollte…

Noch schnell nen farbigen Pulli angezogen, ne Peacekette um den Hals gehängt und die Perücke angezogen. Los ging’s, ab in die Studiwelt. In der Unihalle, für mich immer noch ne Art Bahnhofshalle, grinsten mir die ersten Menschen entgegen. TERMIN. Vorlesung. Ab ins Audimax und die – vielleicht etwas spießige – Wirtschaftswelt a wengl aufmischen ;-). Naja. Wie formulier ich’s am besten? Ich bin halt aufgefallen wia a bunter Hund – im wahrsten Sinne des Wortes… Lila-Blau-Grün-Gelb-Orange hockt halt sonst ned so oft da durtn.

Lisa_Rosenmontag
Foto: Schatz

Dann hieß es ab ins Fitnessstudio. Gelaufen bin ich ohne Perücke, das hätte wohl zu sehr gejuckt. Aber während meiner Laufbandzeit hatte das Personal Schichtwechsel. Als ich also in Kunterbunt wiederkam, um meinen Spindschlüssel zurückzubringen, lachte mir ein Mitarbeiter entgegen.

Jetzt hatte ich aber nen Kohldampf. Ab zur Mensa. Auf dem Weg liefen wieder einige Studis lachend oder glotzend – oder beides – an mir vorbei. Ich wollte Kartoffeltaschen mit Frischkäse. Stand in der Schlange. Dann kam ich an die Reihe. Aber, NEIN, das Blech war leer. Der Koch meinte: „Beim Funkemariechen sind die Kartoffeltaschen aus“. Die Schlange begann zu lachen. Zwei Minuten später kam der Koch aus der Küche zurück: „KAMELLEEEEEEE!!!“ (so, und wo ist jetzt der Smiley, der am Boden kugelt und sich den Bauch hält vor lauter Lachen??? ;-)).

In der Bibliothek traf ich die Freundin, mit der ich am Samstag zuvor herumgealbert hatte. Ich ging grinsend auf sie zu und sie sagte: „Neeeee, oder?“. Meine Antwort war kurz: „DOCH“. Wir lachten, die Blicke der Studierenden um uns herum wanderten in unsere Richtung. Ich fügte hinzu: “ Weißt du, wie viele Leute heute schon über mich gelacht haben?“. Sie meinte: „Oh, neeeeein“. Ich sagte: „Ist doch herrlich, ich lach‘ ja mit. Es hat sich voll gelohnt“. Klar, denn ich hatte noch nie so viele Menschen an der Uni an einem Tag – ich glaub‘ sogar insgesamt – lachen sehen. Damit sei eine wohl doch verbreitete These widerlegt: Die Ostwestfalen gehen nicht alle zum Lachen in den Keller.

Man muss nur mal ein bisschen Farbe in die graue Uni bringen, dann läuft das… 😉

Eure

 

Lisa Blue

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