Vor drei Jahren. Auf der Fanmeile. In Berlin.

Wir schreiben den 15. Juli 2017. Vor drei Jahren traf die deutsche Männer-Nationalmannschaft auf der Fanmeile in Berlin ein und feierte. Den Weltmeistertitel. Ich hatte das Glück, auf der Fanmeile dabei sein zu dürfen.

BERLIN. 15.7.2014. Nun war ich da. Am Hauptbahnhof. In BERLIN. So schnell ging’s. Vor rund 38 Stunden saß ich noch in meiner Wohnung, den Laptop vor mir und den Fernseher eineinhalb Meter neben mir, der das Feuerwerk zeigte, und einen freudestrahlenden deutschen Nationalspieler (und Fan!) nach dem anderen. Die deutsche Männer-Nationalmannschaft war frischgebackener Weltmeister. Und für mich hieß das: So schnell wie möglich günstige und gute Zugtickets nach Berlin buchen! Denn nun stand fest, wann die Weltmeister dort auf der Fanmeile empfangen werden würden.

Jetzt zurück zum Bahnhof. Schon im Zug saßen überall Fans. Wo ich hinblickte: Deutschlandtrikots, Schals, Fahnen, Flaggen. Ein Fan ließ es sich trotz Gipsfuß, Krücken und der brütenden Hitze draußen (das juckt sehr mit Gips – ich spreche aus Erfahrung…) nicht nehmen, nach Berlin zu reisen. Die Stimmung im Zug war fantastisch. Immer wieder kamen Menschen miteinander ins Gespräch, die sich während der Fahrt kennen lernten und über die Mannschaft um Jogi Löw diskutierten.

Vor dem Hauptbahnhof. Da stand ich nun, mit umgehängter Deutschlandflagge, Freudestrahlen im Gesicht und ausnahmsweise nahezu null Plan, wo ich genau hinmusste. Lediglich die Skizze von der Fanmeile hatte ich mir im Internet angesehen, aber mehr auch nicht. Mein Plan war diesmal, keinen Plan zu haben. Einfach überraschen lassen. Und das ging auf. Es wimmelte nur so von Fans. Wie von einem Magneten angezogen, strömte ich mit der Menschenmenge an der Spree entlang. Ich hatte Gänsehaut vor Freude. Und ganz ohne Plan war mir klar, dass das der richtige Weg war.

Angekommen. Soeben noch durch den Park gelaufen, stand ich jetzt auf der Straße des 17. Juni. FANMEILE. Hier war vielleicht was los – obwohl es noch echt früh war! And now: A moment like magic. Plötzlich blickte ein Mensch nach dem anderen gen Himmel. Wir fotografierten, winkten und jubelten, denn sie war da: Die Fanhansa. Diesen Moment kann man nicht beschreiben, er IST nicht in Worte zu fassen, man kann ihn nur nachvollziehen, wenn man ihn selbst erlebt hat. Ist einfach so.

Lisa Schatz_Collage
Eindrücke von der Fanmeile am 15.7.2014. Fotos: Lisa Schatz

Auf der Fanmeile. Die darauf folgenden Stunden bedeuteten friedliche Fußballparty, Gemeinschaft, Zusammenhalt, Fantreffen und neue Freundschaften knüpfen. Ich lernte zwei Mädels kennen. Sie hatten entschlossen, dem juristischen Unialltag für ein paar Stunden zu entfliehen – vom Hörsaal auf die Fußballparty und dann wieder von der Fanmeile back to normal life. Zu einer der beiden hab ich noch bis heute Kontakt. Dank Fußball.

Der komplette Nachmittag war ein schlichtweg unvergessliches Erlebnis. Zusammen mit 999.999 Menschen auf der Fanmeile zu stehen – das war unglaublich! Meine Begeisterung brachte ich damals auch in einem Fernsehinterview zum Ausdruck. Da ich das Ganze mit Diktiergerät aufgezeichnet habe, möchte ich es euch nicht vorenthalten. Ladies and Gentlemen! Es folgt… Die Audiodatei-PREMIERE auf meinem Fußballblog (die Aufzeichnung ist zwar nur fünf Sekunden lang, aber immerhin;-))…

Alles, was ich an diesem Nachmittag erlebt habe, dürfte wirklich mit diesen vier Sätzen zusammengefasst und ausgedrückt sein. Wir haben friedlich gefeiert, die Fans lachten, sangen und tanzten zusammen auf der Straße des 17. Juni. Der wohl passendste Song, der mich bis heute immer wieder an diesen einen, unvergesslichen Tag erinnert, ist der von Andreas Bourani. „Ein Hoch auf uns“ tönte es damals aus den Boxen. WIR alle feierten an diesem Tag wirklich eine MANNSCHAFT, die während des gesamten Turniers als Mannschaft auftgetreten war. Fußball ist einfach mehr als nur ein 1:0. Das deutsche Team stand während der WM 2014 für Fairness, Zusammenhalt und Respekt. So sollte Fußball immer sein.

Und nun noch ein paar Impressionen für euch…

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Sportliche Grüße

Lisa Blue

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