Start des Projekts: „Ein Fußballbuch reist um die Welt“

An alle Fußballbegeisterten!

Endlich ist es soweit: Ich darf verkünden, dass heute eines der wohl verrücktesten Fußballprojekte offiziell an den Start ging. Monatelang haben wir darauf hingearbeitet und JETZT hieß es „Anpfiff“! Aber alles der Reihe nach…

Liebe Fußballfans!

Was haben Urs Meier und meine Wenigkeit gemeinsam? Richtig, die Liebe zum Fußball. Und seit heute ein wirklich verrücktes Fußballprojekt für einen guten Zweck, das now – ab sofort – maintenant – an den Start geht…Und NUR dann zustande kommt, wenn ALLE Beteiligten an einem Strang ziehen!

 

Entstehung der Projektidee

Es war kurz vor meinem Umzug 2016. Ich hatte meinem besten Freund mein Freundschaftsalbum in die Hand gedrückt und ihn gebeten, hineinzuschreiben. „Das wäre eine schöne Erinnerung“, meinte ich. Kurze Zeit später fiel mein Blick auf ein Kinderbuch von Dietmar Brück und Ulla Klopp, in welchem ein Fußball durch verschiedene Kontinente reist. Es machte „Bääääm“ in meinem Kopf. Ich dachte an meinen leider inzwischen verstorbenen Fußballpaten Wolfgang Schlosser, der folgende Aussage lebte: „Fußball verbindet Menschen“. Diese drei Komponenten verknüpfte ich und prompt entstand die Idee, ein Fußballbuch um die Welt zu schicken. Leer, nur mit ein paar Fairness- bzw. „Spielregeln“ vorne drin. Und das für einen guten Zweck: Das Buch sollte – sobald die letzte Seite geschrieben ist – zu mir zurückgesandt werden und dann von Unternehmen oder Vereinen gegen eine Spende für den guten Zweck ausgeliehen werden dürfen. Die Auswahl der Unternehmen etc. und die Auswahl, an welche guten Zwecke die Spenden gehen sollten, sollte durch eine Jury erfolgen, bestehend aus dem Ex-FIFA-Schiedsrichter Urs Meier, dem Sportjournalisten Armin Wolf und mir. „Ob das gut geht? Ist das möglich oder zu verrückt?“. Diese und noch mehr Fragen schossen mir durch den Kopf. Dann dachte ich an die früheren Worte meines Fußballpaten: „Man muss sich einfach trauen. Wenn man eine Idee hat, muss man sie verwirklichen“. Und so begann eine verrückte Geschichte nach der anderen, die nun schließlich zum Start des Projekts führte…

 

Urs Meiers Zusage und die Gestaltung des Buchumschlags

Johanna Busch und Felix Schneider
Johanna Busch und Felix Schneider malten ehrenamtlich die Bilder für die Vorder- und Rückseite des Buches. Foto: Werner Müller

Ich erzählte Urs Meier von meiner Idee. Er zeigte sich sofort begeistert und sagte gleich seine Unterstützung zu. In den kommenden Wochen und Monaten tüftelte ich, wie das Buch am besten aussehen könnte. Nach erfolgloser Suche in diversen Schreibwarenläden (sogar im Ausland…) entschied ich mich dazu, ein neues Buch binden zu lassen. Tack. Erledigt. Es ging weiter… Da das Buch für Internationalität und Vielfalt – mit Fußballbezug – stehen sollte, war klar: Die Vorder- und Rückseite sollen gestaltet werden. Da sich meine künstlerische Begabung auf Strichmännchen beschränkt, brauchte ich dringendst Unterstützung. Nach kurzer Überlegung kontaktierte ich meinen früheren Lehrer, Werner Müller. Schnell waren Johanna Busch und Felix Schneider von der  Albert-Schweitzer-Realschule Regensburg mit an Bord. Ich beschrieb kurz, worum es ging und wie das Ganze grob aussehen könnte. Sie selbst hatten letztendlich gestalterische Freiheit. Ich wollte mich überraschen lassen und das wurde ich definitiv! „Wow! Super, klasse“, stieß ich vor Begeisterung vor dem Lehrerzimmer hervor.

 

Von den Spielregeln bis zur Übersetzung

Der nächste Punkt stand auf dem Plan: Spielregeln formulieren. Damit das Projekt überhaupt eine Chance hat, sollte auf den ersten Seiten des Fußballbuches erstmal erklärt werden, worum es geht und was erlaubt ist und was nicht. Schlussendlich soll ein Buch entstehen, in welches Fans, Ehrenamtliche, Schiedsrichter, Trainer/-innen, Spieler/-innen, Sportwissenschaftler/-innen, Sportjournalist(-inn)en, Fanprojekt-MitarbeiterInnen, SportpsychologInnen, Zeugwarte, Geschäftsführer von Profi- und Amateurvereinen aus den unterschiedlichsten Ligen und Ländern hineingeschrieben haben (maximal zwei pro Verein). Jede/-r Schreibende sollte das Buch maximal drei Wochen lang behalten und soll es dann an jemanden, dem sie/er vertraut, weitergeben (oder weitersenden). Entstehen soll ein kreatives Buch, in das hineingeklebt, gezeichnet, gemalt und geschrieben werden darf. Davon, wie es schlussendlich aussehen wird, soll vorher NICHTS feststehen. Ich bitte die Schreibenden hiermit (bzw. in den Spielregeln), mich kurz zu kontaktieren, sodass ich euch auf meinem Blog darüber informieren kann, wo sich das Buch gerade in etwa befindet (Geschichten hierzu sowie Fotos sind auch gerne gesehen). Zudem möchte ich sie hiermit bitten, mir per E-Mail eine Kopie/ein Bild/einen Scan in hoher Auflösung von den fertigen Seiten zu senden, sodass wir abgesichert sind, falls beim Versand etc. etwas schiefgehen würde. Notfalls könnten wir so die Seiten drucken und ich könnte sie nochmal zu einem neuen Buch binden lassen.

Nach ein paar Stunden stand der „Leitfaden“. Nun musste ich mir noch Menschen ins Team holen, die am besten Muttersprachler waren und die Spielregeln auf Spanisch, Französisch und Englisch übersetzen konnten. Schließlich fand ich schnell ganz tolle Unterstützer: Carolina J. Mondi, Philippe Matic Arnauld des Lions und Jürgen Schreiner. Von Anfang an stand die Botschaft des Buches fest: „FUßBALL VERBINDET MENSCHEN“. Die zentrale Frage lautet: „Schaffen WIR alle es GEMEINSAM, ein solches Projekt auf die Beine zu stellen, das den TEAMgeist im Fußball international WIDERSPIEGELT?“. Im April war das Buch startbereit, ich fuhr nach Augsburg und übergab es dort Urs Meier. Wir beschlossen, das Projekt während der WM „anzupfeifen“, da uns dies als geeigneter Zeitpunkt erschien (wir möchten mit dem Buch Zeichen setzen…!).

 

Urs Meier und Lisa Schatz_Buchübergabe in Augsburg
Im April war es soweit: In Augsburg habe ich Urs Meier das Fußballbuch übergeben, das nun um die Welt reisen soll. Wir hoffen, dass es klappt und sind gespannt! Foto: Lisa Schatz

Schirmherrschaft durch Urs Meier

Damit das Projekt etwas bekannter wird und dessen Hintergrundgedanke und Botschaft noch stärker transportiert werden, wollte ich mir noch einen Unterstützer ins Boot holen, der meines Erachtens für die Werte des Fußballbuchs und für die Grundwerte des Fußballs steht. Und wer würde da besser passen als der ehemalige FIFA-Spitzenreferee Urs Meier? Wie erwähnt sagte er umgehend zu.

DANKE AN ALLE HELFER/-INNEN!!!“

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal herzlich bei den beiden Künstlern, beim Übersetzerteam, bei Werner Müller, Urs Meier und Armin Wolf und allen Koordinator(-inn)en für ihre großartige Unterstützung bedanken!

 

JETZT GEHT’S LOS!“

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Urs Meier übergab das Fußballbuch heute an Ex-Profi Gernot Rohr. Foto: Urs Meier; bearbeitet von Lisa Schatz

Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter gab heute um 15:45 Uhr den offiziellen Anpfiff für das internationale Projekt, indem er das Fußballbuch in Baden-Baden an Gernot Rohr übergab. Ich hoffe, dass alle, die das Buch erhalten, an einem Strang ziehen, verantwortungsvoll damit umgehen, es zuverlässig weitergeben, mir das Geschriebene etc. zur Absicherung als Kopie senden, und uns auf dem Laufenden halten, wo es sich in etwa befindet und welche Geschichten sie evtl. auf Grund des Buches erlebt haben…NUR DANN, WENN ALLE ZUSAMMENARBEITEN, KANN DIE IDEE KOMPLETT UMGESETZT WERDEN!!! Lasst uns zeigen, dass eine solche TEAMWORK heutzutage noch möglich ist, und das international!

Ein Fußballbuch geht um die Welt_Bild_Buchrückseite
Die Rückseite des Fußballbuchs. Ein wunderschönes Bild von Johanna Busch. Foto: Lisa Schatz

Lasst uns das bitte gemeinsam anpacken, denn FUßBALL VERBINDET MENSCHEN! Meiner Meinung nach können wir auch damit gerade in dieser Zeit ZEICHEN SETZEN.

Erwähnen möchte ich noch, dass jede/-r, die/der bislang am Buchprojekt beteiligt war, dies zu 100% EHRENAMTlich gemacht hat.

Für den Fußball!

Lisa Schatz

Im Anschluss findet ihr mein Kurzinterview mit Urs Meier über das Fußballbuchprojekt.

 

Herr Meier, warum haben Sie sofort „ja“ zur Unterstützung des Projekts gesagt?

Urs Meier mit dem Fußballbuch (4)
Schirmherr Urs Meier mit seinem Eintrag im Fußballbuch. Foto: Urs Meier

Ich bin von dem Projekt unglaublich überzeugt – es verbindet im Fußball unglaublich. Dann ist es auch noch für einen guten Zweck. Vor allem ist es einfach ein spannendes Projekt – wo geht es durch? Also, durch die Welt. Ich finde das mega spannend. Das ist genau das, was Fußball im Prinzip ausmacht: Dieses Weltumspannende, dieses zum Teil auch nicht Vorhersehbare, Vorhersagbare, Vorherschaubare. Und das verkörpert das Buch eigentlich genau.

Was müsste passieren, dass Sie sagen: Jetzt ist das Projekt erfolgreich verlaufen?

Wenn das Buch dich als Initiatorin erreicht hat, wenn es alle möglichen Spieler erreicht hat, und dann einfach gefüllt ist, wieder zurück in deinen Händen ist und dann für einen sehr guten Zweck ausgeliehen wird und da auch noch richtig Geld reinfließt. Das alles eigentlich. Dann ist das Projekt auch genau so abgelaufen, wie wir alle uns das gewünscht und vorgestellt haben.

Warum haben Sie „trotz der Verrücktheit des Projekts“ zugesagt?

Weil ich verrückte Ideen schon immer, a priori, gut finde. Schlussendlich war für mich sonnenklar: Da will ich dabei sein, dieses Projekt will ich unterstützen. Zudem ist es ja von dir und du bist ja eine junge Frau, die das voller Leidenschaft und Enthusiasmus für den Fußball macht. Und wenn man das nicht unterstützt, dann weiß ich auch nicht…

Was bedeutet das Fußballbuchprojekt für Sie – vielleicht auch nochmal, wenn Sie es in Verbindung mit Ihrer Karriere sehen?

Ich denke, dass wir genau diese Verbindung zu Idolen und zum aktuellen Fußball schaffen. Eine Verbindung schaffen zum aktuellen Fußball, das hört ja auch nicht auf. Der Fußball entwickelt sich zwar, aber nicht alles – ob das jetzt Schiedsrichter, Trainer oder Studierende sind – die haben ja alle irgendwo, die sind ja alle im Werk Fußball drinnen und das verbindet ja auch. Das ist einfach spannend. Das ist der Fußball, das ist das Leben, und da einfach einen Teil dazu beizutragen – das find ich toll.

                                                                            Wofür steht das Buch Ihrer Meinung nach?

Ein Fußballbuch geht um die Welt_Bildvorderseite
Die Vorderseite des Fußballbuchs, gemalt von Felix Schneider. Foto: Lisa Schatz

Es sollte für das stehen, wofür der Fußball steht: Für Offenheit, in allen Bereichen des Lebens – gegenüber anderen Kulturen, anderen Hautfarben, Religionen. Es sollte für FairPlay und für das Andersdenken stehen – dass man eben auch die Schwachen, die das Glück nicht haben, dieses wunderbare Hobby ausüben zu können, dass man die nicht vergisst, dass man sie auch unterstützt mit dieser Aktion. Dafür steht das Buch.

Vielen Dank für das Interview, Herr Meier.

Bitte, sehr gerne.

(M-)Ein perfekter (Fußball-)Tag in München

Ein sportliches „Servus“ an alle Fußballbegeisterten auf diesem Planeten!

Dieser Blogbeitrag ist wohl so ziemlich der spontanste, den ich je geschrieben habe. Gestern war für mich einer dieser Tage, die man wohl als „perfekt“ bezeichnet. Und das möchte ich der Welt nun einfach mal mitteilen…;-)

Um ca. 9 Uhr machte ich die Augen auf und sah die Sonne zwischen den Bäumen durchblinseln. Schnell nahm ich ein paar Schlucke Wasser, streifte mir die Sportklamotten über, schnürte meine Laufschuhe. Schlüssel und Handy sowie das MVV-Ticket in die Hosentaschen, Stöpsel in die Ohren und rein in eine andere Welt! Es ging raus an die frische Luft. Bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel. Einfach nur traumhaft!

Mich zog es durch Harlachings Straßen, mal wieder. Ich liebe es, durch Seitenstraßen zu laufen und Neues zu entdecken: Vorbei an wunderbaren Gärten, den Fliederdurft in der Nase – so à la „Frühling lässt sein blaues Band…“. Ich biege ab, Naupliastraße. „Weiter, weiter“ denke ich mir, und überquere die St. Magnus-Straße. Wie ein Magnet steuere ich auf ein Ziel zu  – geradeaus, lächelnd, motiviert: die Säbener Straße. Jetzt kennen meine Füße kein Halten mehr: Tack, tack, tack, im Takt der Musik. Ich werde gepusht von meinen Lieblingssongs, laufe an den Jungs des FC Sportfreunde München e.V. vorbei, merke diese Energie, die der Fußball ausstrahlt, und bin noch motivierter. Denn wo befinde ich mich? Im Münchner „Fußballviertel“, wie ich es bezeichne. Gut gelaunt jogge ich an der Geschäftsstelle des FC Bayern München vorbei. Niemand ist hier. Ungewohnte Leere. Langsam merke ich, dass es für heute reicht mit dem Laufen und begebe mich auf den Weg zur Tram, die mich fast nach Hause bringt.

Schnell fertig gemacht und das Wichtigste in die Tasche geschmissen. Next stop: Westpark. Der Grund? Lachyoga (und ja, ihr dürft jetzt gerne lachen!). Vor einigen Jahren habe ich das erstmals ausprobiert und ich finde es weltklasse:-). Es macht unheimlich viel Spaß gemeinsam zu lachen und sich auch ein bisschen „zum Affen zu machen“ bzw. zum „Huhn“. Je nach Übung natürlich;-). Heute waren wir rund 40 Lachbegeisterte unterschiedlichsten Alters und es gab viele freudestrahlende Gesichter. Wer sich nichts unter Lachyoga vorstellen kann oder das als zu verrückt empfindet, der möge es selbst ausprobieren und sich von den positiven Auswirkungen überzeugen! Nach dem Lachyoga begab ich mich zurück in Richtung U-Bahn. Auf dem Weg sah ich einige Mädels und Jungs im Park kicken. Die ganze Familie machte mit – wunderbar!

Pizza, Fußball und Sonnenschein...Was will man mehr
Fußball, Pizza und Sonnenschein…Was will man mehr? Foto: Lisa Schatz

Das steigerte schon meine Vorfreude auf den Nachmittag, denn da stand das Spiel des FC Bayern-Damenteams gegen Turbine Potsdam an. An der Silberhornstraße holte ich mir noch schnell eine Pizza und begab mich auf den Weg in Richtung Grünwalder Stadion. Eine tolle Strecke, wie ich finde. Vorbei am Gießinger Grünspitz und bei schönstem Fußballwetter zu diesem nostalgischen Stadion, mit dem ich einige tolle Erinnerungen verbinde.

Dort angekommen, begann ich mit der Sonne um die Wette zu strahlen: Was für eine Atmosphäre! Rund um das Stadion gab es verschiedene Aktionen: Kickern, Torwandschießen, alles, was sich das Fanherz wünscht. Auch, wenn ich kein Fan des FC Bayern oder von Turbine Potsdam bin – die Stimmung

Grünwalder Stadion
Das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße. Foto: Lisa Schatz

war fantastisch, grandios! Die verletzten FCB-Spielerinnen schrieben geduldig Autogramme und ließen sich mit ihren Fans fotografieren. Sie mischten sich unter die Menge. Im Männerfußball hab ich so eine Fannähe und einen solchen Umgang mit den Fans im Stadion nur selten erlebt – die Profis heute waren sehr geduldig und sogar während des Spiels wurden der einen und anderen Nachwuchskickerin Autogramme gegeben.

Dann das Spiel: Ich will hier keinen Spielbericht schreiben, nur so viel: Der FC Bayern gewann mit 5:0 gegen Turbine Potsdam! Der Mann, der die Tafel mit dem jeweiligen Spielstand aufhing, kam gegen Spielende kaum noch hinterher… (ja, das ist eben auch das gute, alte Stadion an der Grünwalder Straße…;-)).

Zwei Plätze neben mir saß ein älterer Herr, der sich mit mir fast das komplette Spiel über über Fußball und die Welt unterhielt. Er ist seit rund 50 Jahren Mitglied des FC Bayern, wohnt um die Ecke des Stadions, und erzählte mir vom FC Bayern der 50er Jahre. Zudem redeten wir über den englischen Fußball, Fußballfilme, den SSV Jahn und über den 1. FC Kaiserslautern in den 50er Jahren. Einmal „Fußball querbeet“ sozusagen.

Während des Spiels bekam ich Gänsehaut. Mir schoss das Wasser in die Augen, Freude pur. Die Fans haben eine super Stimmung gemacht, die Spielerinnen zelebrierten einen tollen Fußball, und – im Gegensatz zu meinen häufigen Feststellungen im Männerfußball – keine einzige der Spielerinnen lag minutenlang und das Gesicht verzerrend auf dem Boden und wartete, bis der Schiri dem Gegner Gelb gab oder Ähnliches. Die Zweikämpfe waren fair, es war einfach nur toll zuzusehen. Und vor allem die kleinen Fans waren derart begeistert, dass es einfach nur eine Freude war, im Stadion zu sein. Auf der Tribüne gab es kein Gemurre oder Rumgenörgel, alle waren einfach gut drauf und feuerten die Mädels an.

Lisa vorm Grünwalder
Es war ein perfekter Fußballtag für mich. Foto: Lisa Schatz

Was für ein geiler Fußballtag! Ich weiß wirklich nicht, wann ich das letzte Mal so viel Spaß beim Fußball gucken hatte. Mir bleibt nur „Danke“ zu sagen an alle, die diesen Nachmittag im Grünwalder Stadion so wunderbar haben werden lassen!!! Es war ein sommerliches Fußballfest, ein Torefestival, so viele freundliche und friedliche Fans, so familienfreundlich und eine derart gute Stimmung auf der Tribüne – vorbildlich! Einfach SUPER!!!

Im Anschluss an das Spiel flanierte ich noch mit einem Limone-Basilikum-Eis in der Hand durch Giesing und genoss das Sommerwetter. Danach ging es zum Ausklang des Wochenendes an die Isar, wo ich meine Erlebnisse Revue passieren ließ.

Der perfekte Tag? Sieht für mich so aus wie…HEUTE!

Sportliche Grüße und einen guten Wochenstart euch allen

Lisa Blue

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England 2013 – part II

12.8.2013

Bonjour à tous!

Maintenant, je suis dans le train EUROSTAR, irgendwo zwischen Bruxelles and Lille bzw. Londres, London. Wagen 17. Platz 18. Am Fenster. Check-In etc. war ganz spannend. Von wegen „Ich fahr mal eben nach England…“. Kontrollen wie auf einem Flughafen. Perso herzeigen, Ticket vorlegen, Trolli und Rucksack durch den Screen. Und: WELCOME TO BRITAIN! Bitte lächeln:-).

Wenige Minuten später…

Now, it’s 15:05 Uhr (englische Zeit), ich sitze im EUROSTAR und fahre gerade durch den EUROTUNNEL. Next to me, there’s a woman, born on the SouthCoast in England, living in Oxford. She gave me a few tipps for my trip. Her daughter is living in Liverpool… 🙂

So. I’m really looking forward to having a nice journey with good football-matches, great moments with people from all over the world and a beautiful landscape and wonderful experiences in Great Britain, above all in London and the Lake District and on the way between those two places. See you again, my lovely travelbook;-).

Einige Stunden später…

Dear reader!

…and WELCOME TO LONDON! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll mit dem Schreiben. Da ich langsam müde werde: Kurzfassung. Die Check-In-Leute in Brüxelles (ja, das habe ich 2013 tatsächlich so geschrieben; Anm. von LS) waren cool drauf. Ob ich Japanisch spreche? No, just English and German and a little bit French. Die Antwort: „That’s more than I do“. Wir lachen.

Irgendwann saß ich dann drinnen. Im EUROSTAR nach London – St. Pancras International! Auf dem Weg. Lille. Eine nette ältere Dame steigt ein. Wir unterhalten uns gut. Sie hat in Oxford an der Uni gearbeitet. Hat Englisch-Spanisch-Wörterbücher verfasst. Wohnt immer noch in Oxford. Ist an der Südküste geboren und hat sich heute mit Freunden in Frankreich getroffen.

Calais. Bei den Schtis. Und ich dachte nur „Hä?“ (Diese Sätze können nur diejenigen von euch verstehen, die den Film gesehen haben…; Anm. von LS). Dann der berühmte Tunnel. Und: Arrival at 4 p.m. on the rollingstairs (nee, eigentlich war’s so ne Art Laufband ;-)) am Bahnhof. Zur tube. Ticket gekauft. Ausstieg am Upton Park. Welcome to… a new world! Ich wurde „erschlagen“. Eindrücke. JUST FEELIN‘ IT. Mit vielen Menschen gesprochen. Das Stadion im Blick. WEST HAM UNITED. That’s it.

And that’s… That’s…the hostel?! Yes, it is… Mehr dazu in den nächsten Morgen- oder Abendstunden tomorrow…

Lisa